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Brescia in die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO

Monastero di San Salvatore-Santa Giulia, chiesa di San Salvatore

Die Langobarden in Italien. Orte der Macht (568-774 n. Chr.)
San Salvatore - Santa Giulia und das archäologische Ausgrabungsgebiet in die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO aufgenommen. 

Seit  Juni 2011 steht das Netz von langobardischen Kulturstätten „Die Langobarden in Italien. Orte der Macht (568–774 n. Chr.)“ auf der Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO.
Für Italien ist dies bereits der 46. Ort, der in die berühmte Liste aufgenommen wurde und das bestätigt einmal mehr den ersten Rang, den unser Land auf dieser einnimmt.
Die Gruppe von Kulturstätten „Die Langobarden in Italien.  Orte der Macht (568-774 n. Chr.)“ umfasst außer Brescia noch Cividale del Friuli, Torba-Castelseprio, Campello sul Clitunno, Spoleto, Benevento und Monte Sant'Angelo, wo die wichtigsten Zeugnisse langobardischer Monumentalbauten auf italienischem Staatsgebiet zu sehen sind. Diese erstrecken sich von Norden nach Süden über die ganze Halbinsel, dort wo sich die wichtigsten langobardischen Herzogtümer befanden.
Dank einer strengen und sorgfältigen Auswahl, je nach Typologie, zählen diese Kulturgüter zu den bedeutendsten oder am besten erhaltenen Zeugnissen, die auf nationalem Territorium zu finden sind und spiegeln in ihrer Gesamtheit die Universalität der langobardischen Kultur auf ihrem Höhepunkt wider.
Aus diesem Grund stellen sie die Quintessenz des künstlerischen und architektonischen Erbes der Gens Langobardorum dar, die bekanntlich ihre Bauten erst nach der Sesshaftwerdung in Italien im Anschluss an die lange Wanderung ausgehend von Skandinavien über Nordosteuropa hin, verwirklichten.
Die Epoche der Langobarden war bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Liste des Weltkulturerbes vertreten und diese Anerkennung entspricht der Forderung, dass diese Liste sämtliche Kulturen und Zivilisationen repräsentieren solle. Die Tatsache, dass es sich nicht um einen einzelnen Ort, sondern um ein Netz von zusammenhängenden Kulturdenkmälern handelt, ist zudem ein neues und wichtiges Element.

Von den langobardischen Orten, die auf der Liste des Weltkulturerbes stehen, ist Brescia der mit der größten Ausdehnung. Er setzt sich aus dem Klosterkomplex San Salvatore – Santa Giulia und dem archäologischen Gebiet des Capitoliums zusammen. Dieses wurde auf ausdrücklichen Vorschlag des ICOMOS (International Council of Monuments and Sites) hinzugefügt, als die im Januar 2008 vorgelegte Kandidatur revidiert und ergänzt wurde

Der monumentale Komplex von San Salvatore – Santa Giulia in Brescia stellt ein außergewöhnliches architektonisches Denkmal dar; es umfasst unter anderem das von Herzog Desiderius von Brescia und dessen Frau Ansa im Jahr 753 – vor seiner Krönung zum König - errichtete Nonnenkloster. Die Kirche von San Salvatore ist eines der wichtigsten noch existierenden Beispiele religiöser Architektur des Hochmittelalters. Das Kloster verfügte über Räume, die der Beherbergung von Pilgern dienten, sowie über ein Armenhaus und hatte somit eine wichtige Rolle im Gesellschaftsleben jener Epoche, sowohl als religiöses Zentrum, als auch in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Es verlor seine Bedeutung auch nicht nach dem Fall der Langobarden: sein Prestige und sein durch Schenkungen begründeter Wohlstand ermöglichten auch in den folgenden Jahrhunderten neue, wichtige architektonische Erweiterungen des Baus aus der Zeit des Desiderius bis hin zur aktuellen Struktur, die außer drei Kreuzgängen aus verschiedenen Epochen die romanische Kirche Santa Maria in Solario, den Chor aus dem 15. Jh. und die aus dem 16. Jh. stammende Kirche Santa Giulia umfasst.
Seit kurzem ist der gesamte Komplex nach außergewöhnlichen Restaurierungsarbeiten und Maßnahmen zur Aufwertung nun des Stadtmuseums und beherbergt die wichtigsten künstlerischen Zeugnisse der langen Geschichte Brescias und seines Umlandes.Capitolium

In der Nähe liegt die Ausgrabungsstätte des Capitoliums, wo man die ältesten und wichtigsten Gebäude der römischen Stadt sehen kann: eine Reihe von Kultstätten aus republikanischer Zeit (2.- 1. Jh. v. Chr.), das Capitolium (73 n. Chr.), das Theater (1.-3. Jh. n. Chr.), sowie den Teil der Pflasterung des Decumanus Maximus.
Über den Resten aus römischer Zeit findet man Spuren aus der langobardischen Epoche, vor allem  Reste von Handwerksstätten und Grabsteinen. Genau in diesem Teil der Stadt kann man also eine durchgehende Ausgrabungsschicht von außergewöhnlich reichen und aussagekräftigen Funden sehen, die vom 2. Jh. v. Chr. bis ins 19. Jh. reichen. Außerdem wurde 1830 am Capitolium das Museo Patrio errichtet, das erste Museum der Stadt, das die museale Berufung dieses Areals umsetzt.