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Die Schätze der Stadtviertel

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Brescia, Chiesa di Santa Maria dei Miracoli

Piazza della Vittoria, Via Dante, Kirche von San Francesco d’Assisi, Corso Matteotti: Kirche der Heiligen Nazaro und Celso; Corso Martiri della Libertà: Kirche von Santa Maria dei Miracoli; Corso Palestro.

 

Von der Piazza della Vittoria  kommt man in die Via Dante Alighieri, eine alte Straße voller Palazzi, die leider während der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurden. In der Nähe der Piazza auf der nördlichen Seite der Straße kann man noch die Reste der Abrissarbeiten erkennen, die während des Faschismus durchgeführt wurden, um eine Querstraße (eine „Traversa della Pallata“) zu bauen, die in schräger Richtung direkt zu eben diesem Torre della Pallata führen sollte (die Arbeiten wurden nie beendet). Den städtischen Abrissarbeiten gänzlich zum Opfer fiel jedoch der antike Platz, auf dem der alte Fischmarkt abgehalten wurde und der sich längs der Straße zum Zentrum an der heutigen Piazza della Vittoria befand.
Unter den Palazzi längs der Straße befinden sich:
- mit der Hausnr. 15: Das Haus Casa del Carmagnola, das 1430 von dem venetischen Kondottiere gekauft wurde, der später in der Republik Venedig wegen Verdachts auf Verrat hingerichtet wurde. Die heutige Form des Hauses und die majestätische Fassade sind auf die Umbauarbeiten des Architekten Egidio Dabbeni (1906–1908) zurückzuführen. Von der ursprünglichen Form sind der viereckige Grundriss, der zentrale Balkon mit dreibogigen Fenstern und andere Öffnungen übriggeblieben.
- Mit der Hausnr. 16: Der Palazzo Calzavellia, dessen Außenfassade im Renaissancestil Filippo De Grassi zugeschrieben wird (15. Jh.). Über dem Marmorportal befindet sich ein zweibogiges Fenster und links ein kleiner harmonischer Balkon.
- Mit der Hausnr. 17: Der Palazzo Martinengo di Padernello (heute Salvadego), der prunkvollste private Wohnsitz in Brescia. Die Bauarbeiten zu diesem Gebäude dauerten so lange, dass es bald „Palazzo della Fabbrica“ (Fabrikpalast) genannt wurde. Der Palast wurde im 15. Jh. auf einem Gebäude aus dem 14. Jh. errichtet und später im 18. Jh. von Giovan Battista und Antonio Marchetti wieder aufgebaut. In der Nachkriegszeit wurde das Stadtviertel wieder aufgebaut, das durch den Luftangriff vom 2. März 1945 schwer beschädigt worden war. Die durch die Explosion verursachte Luftentweichung hat leider auch den Freskenzyklus, der – einzigartig in seiner Art und seit seiner Entstehung bewundert – dem jungen Moretto zugeschrieben wird, beschäigt und restaurierungsbedürftig gemacht. Der Freskenzyklus füllt vollständig den kleinen Saal aus, der deshalb „Saletta delle nobili dame o del Moretto“ („Der kleine Saal der Adelsdamen“ oder „Der Saal von Moretto“) genannt wird: Die Malereien befinden sich an den Wänden, im Gewölbe sowie in den Gewölberippen; den Auftrag hatte Gerolamo Martinengo da Padernello anlässlich seiner Heirat mit Eleonora Gonzaga am 4. Februar 1543 erteilt. In dem kleinen Saal, der durch seine reizende Atmosphäre und seinen eleganten Stil besticht, sind die Oberkörper der Adelsdamen der Familie Martinengo abgebildet, die zur Hälfte mit der weiten Landschaft verschwimmen, die als Hintergrund dient. Das Gebäude ist heute der Sitz des privaten Theaterzirkels; Besichtigungen müssen angemeldet werden.

Am Ende der Via Dante angelangt, trifft man rechts auf den Turm Torre della Pallata und auf den Rundweg der Tour Nr. 4: In der Via della Pace befinden sich zahlreiche bedeutende Gebäude, während die Gebäude im nordöstlichen Bereich und an der Kreuzung von den Bombardierungen zerstört und durch neue Bauten ersetzt wurden. Die Straße folgt dann der westlichen Stadtgrenze von Brescia, die von dem ersten mittelalterlichen Mauerring aus dem 12. Jh. eingegrenzt wurde. Beweis hierfür ist der Bodenhöhenunterschied der Gärten der Palazzi auf der östlichen Seite der Straße. Entlang der Mauern verlief auch ein Wasserlauf, der „Dragone“, mit dem Wasserräder von Produktionsanlagen angetrieben wurden; der „Dragone“ blieb auch nach dem Einriss der Mauern im 13. Jh., als man eine größere Außenmauer bauen wollte, unbedeckt.
Nach dem Palazzo Martinengo della Motella trifft man an der Ecke zur Via Dante an der Hausnr. 17 auf den Palazzo Uggeri (heute Fenaroli), der in der Zeitspanne von 1750 bis 1760 von dem Architekten Gian Battista Marchetti erbaut wurde. Die elegante klassische Fassade besticht durch außergewöhnliche Fensterrahmen und durch verschiedene Höhen der einzelnen Gebäudeteile. Der Palast, der nach dem Vorbild der lombardischen Adelshäuser von einem U-förmigen Grundriss geprägt wird, gilt als eines der interessantesten architektonischen Bauten in Brescia aus dem 17. Jh. Hierzu tragen nicht nur seine herrliche Architektonik und seine reiche und wertvolle Inneneinrichtung bei, sondern auch die gewollte, für Brescianer Paläste dieser Zeit typische perspektivische Anordnung, die vom Eingangsbereich bis zum hinteren Teil des hängenden inneren Gartens reicht. Letzterer wurde auf den Erdwällen der abgerissenen mittelalterlichen Mauern errichtet und besticht durch eine effektvoll gebaute Halle mit einem Brunnen, der von „Venere e Amore“ (Venus und die Liebe) von Antonio Carra (1607) geschmückt wird.
Gegenüber dem Palast erhebt sich die Kirche von Santa Maria della Pace, die zwischen den Jahren 1720 und 1746 nach einem Entwurf des venezianischen Architekten Giorgio Massari für die Philippiner gebaut wurde. Ihre Charakteristiken bestehen aus einer unvollendeten Fassade, einem neuklassizistischen Portal und zwei Kuppeln, von denen die erste durch ihre Dimension beeindruckt. Durch die Kuppeln fällt Tageslicht in den Innenraum, einem einzigen Kirchenschiff, in dem majestätische korinthische Halbsäulen aus rosafarbenem Marmor und zwischen diesen die Statuen der Apostel stehen. Die Marmoraltare in den sechs Seitenkapellen wurden nach einem Entwurf von Massari geschaffen. Unter den Gemälden aus dem 18. Jh., die in der Kirche aufbewahrt werden, ist vor allem das im Presbyterium ausgestellte Werk „Presentazione al Tempio“ (Die Lehre beim Tempel, 1738) von Pompeo Batoni interessant. Kostbar sind auch die zahlreichen Statuen: die von Antonio Calegari im Altargesims und auf dem zweiten Altar rechts sowie die Statue der „Immacolata“ (Die unbefleckte Jungfrau Maria), eine Abbildung der goldenen Statue auf der Kuppel.
In der Nähe befindet sich das Oratorio della Pace (Friedensoratorium), das auf den Überresten des antiken Palastes von Bartolomeo Colleoni (ca. 1455) errichtet wurde. Von dem ursprünglichen Bau ist der Hof mit einem bogenförmigen Laubengang übriggeblieben. Im Saal im Obergeschoss befindet sich das Gemälde „Presentazione al Tempio“ von Pietro da Marone, das einst auf dem Hauptaltar der Kirche stand.

 

Geht man erneut durch die Via Pace, kommt man direkt zur Kirche von S. Francesco. Wer jedoch lieber noch weitere Palazzi bewundern möchte, kann den Umweg über die Via Cairoli machen, der ebenfalls zu dieser Kirche führt.
In der Via Cairoli befinden sich die folgenden Paläste:
- Hausnr. 1-3: Der Palazzo Oldofredi mit einem doppelten Renaissanceportal und Marmormedaillons an den Seiten der Bogen;
- Hausnr. 2: Der Palazzo Martinengo della Mottella (oder Calini), der Anfang des 17. Jh.s erbaut wurde und durch ein wertvolles Steinportal (Ende 16. Jh.) mit Armierungen, Waffenverzierungen und einem Oval mit einem reitenden Ritter besticht;
- Hausnr. 5: Der Palazzo Porcellaga, der um 1500 erbaut wurde. Er zeichnet sich durch eine Fassade aus, deren unterer Teil aus Stein ist und mit zwei kannelierten und verzierten Lisenen abschließt, während der obere Teil einst mit heute verblassten Freskomalereien geschmückt war. Das Renaissanceportal besticht durch zwei Medaillons an den Seiten des Bogens, die das Profil von Kaisern zeigen;
- Die „Ex-Cavallerizza“, die einst eine dem Heiligen Antonius geweihte Jesuitenkirche war (die Jesuiten kamen 1560 nach Brescia) und dann im Jahre 1845 von Luigi Donegani in eine Reitbahn umgewandelt wurde. Heute dient die „Ex-Cavallerizza“ als Lesesaal.
- Hausnr. 19: Der Palazzo Duranti mit anmutigen Fensterrahmen (Ende 16. Jh.) und Gesims am oberen Stockwerk im typischen lombardischen Barockstil;
- Ecke Via Bassiche: Das Kloster der Santi Cosma und Damiano, das heute als Altenwohnheim und Lesesaal (Hausnr. 39) genutzt wird. Von der angegliederten Kirche, die im Jahre 1488 wieder aufgebaut wurde, ist der kleine viereckige romanische Turm geblieben, der zwischen 1658 und 1702 umgebaut wurde. Der große Kreuzgang aus dem 15. Jh. neben der Kirche trägt den Namen „Kreuzgang der Erinnerung“ („Chiostro della Memoria“) und ist den Brescianer Kriegsgefallenen gewidmet, deren Namen in die Säulen eingeritzt sind. Er gehörte einst zum Benediktinerkloster, das nach der Zerstörung seines ursprünglichen Sitzes zur Erweiterung des Palazzo Broletto Ende des 14. Jh.s hierher umgesiedelt wurde.

Nach der Via Dante biegt man links ab und steht bald vor der Kirche von San Francesco d’Assisi, die mit ihren angrenzenden eindrucksvollen Klosterkreuzgängen zu den reizvollsten Monumenten der Stadt gehört .
Geht man ein Stück durch die Via San Francesco und biegt dann nach links ab, kommt man direkt in den Corso Giacomo Matteotti, den man in südliche Richtung entlanggeht. An der Hausnr. 25 befindet sich der Palazzo Bocca, der 1760 von dem Architekten Donegani entworfen wurde. Bemerkenswert sind das Barockportal und die Fenster mit ausladenden, gebogenen Giebelfeldern sowie das heraldische Wappen in der linken Ecke der Fassade, das die Initialen „S B“ trägt.
Im nördlichen Abschnitt des Corso Matteotti befinden sich die folgenden Gebäude:
- Hausnr. 16/b: Das Nationale Fotografiemuseum „Cinefotoclub“, das erste Museum dieser Art in Italien. Es behandelt die Geschichte der Fotografie von den Studien Leonardos über die erste Dunkelkammer bis hin zu den heutigen Fotoapparaten jeglichen Modells und jeglicher Größe;
- Hausnr. 8: Der Palazzo Martinengo Colleoni di Pianezza, in dem heute die höhere Handelsschule „Ballini“ untergebracht ist. Bemerkenswert sind die imposante Fassade aus dem Jahre 1735, das gewaltige Portal und das Säulenatrium von Filippo Juvara. In der Zeitspanne von 1755 bis 1768 wurde die Kirche von San Carlino an den Palast, der auch als Theatersaal genutzt wird, angebaut. Sie zeichnet sich durch ein Tonnengewölbe mit Freskomalereien von Pietro Scalvini und einer kleinen Kuppel von Fontebasso und Zanardi aus.
An der Ecke Corso Matteotti/Via Fratelli Bronzetti befindet sich die Kollegiatkirche der Heiligen Nazaro und Celso aus dem 18. Jh. Die imposante Fassade mit hohen korinthischen Säulen, die ein dreieckiges Gibelfeld tragen, wird von einem Baluster und sieben Marmorstatuen, einem Werk von Citterio, eingerahmt.
In der Kirche werden zahlreiche Kunstwerke aufbewahrt, unter denen vor allem die folgenden Meisterwerke hervorstechen: gleich hinter dem Eingang links das „Cenotafio del Vescovo Giovanni Ducco“ (Zenotaph des Bischofs Giovanni Ducco) aus dem Jahre 1522, das vorher Altobello Averoldi zugeschrieben wurde; auf dem ersten Altar rechts das Hauptwerk von Antonio Gandino (1565-1631) „San Rocco e undici episodi della vita del Santo“ (Der Heilige Rocco und elf Szenen aus seinem Leben); auf dem dritten Altar rechts „Trasfigurazione“ (Verklärung Christi) von Moretto (1541), das Jesus Christus mit den Symbolen der Passion zwischen Moses und Elias zeigt; im Presbyterium (eingerahmt von der neuklassizistischen „Soasi“ von Rodolfo Vantini) das „Polittico Averoldi“ (Polyptychon Averoldi), ein Meisterwerk des jungen Tiziano und, angelehnt an die Mauern, der Holzchor, der 1667 von den Schnitzern Lelio und Salvatore Zucchi aus Verolanuova angefertigt wurde. Bemerkenswert sind zudem auf der linken Seite des Kirchenschiffes „L’Adorazione dei Maghi“ (Die Anbetung der Heiligen Drei Könige) von Pittoni (1739-1740), Zenotaphen aus dem 16. Jh. und weitere wertvolle Werke von Moretto: „L’Adorazione dei Pastori con santi“ (Die Anbetung der Hirten mit Heiligen), die Orgelflügel mit „L’Annunciazione“ (Die Verkündigung) und „L’Incoronazione di Maria con i santi Francesco, Nicola e Michele arcangelo“ (Die Krönung Marias mit den Heiligen Francesco, Nicola und dem Erzengel Michael) in der zweiten Kapelle (ein großartiges Meisterwerk des reifen Künstlers). Weitere von Romanino bemalte Orgelflügel werden in der Sakristei aufbewahrt. Neben der Kirche befindet sich das Pfarrhaus (Eingang in der Via Fratelli Bronzetti 5) mit Freskomalereien von Ferramola aus der ersten Hälfte des 16. Jh.s im Kapitelsaal.
Geht man ein Stück durch die Via San Francesco und biegt dann nach links ab, kommt man direkt in den Corso Giacomo Matteotti, den man in südliche Richtung entlanggeht. An der Hausnr. 25 befindet sich der Palazzo Bocca, der 1760 von dem Architekten Donegani entworfen wurde. Bemerkenswert sind das Barockportal und die Fenster mit ausladenden, gebogenen Giebelfeldern sowie das heraldische Wappen in der linken Ecke der Fassade, das die Initialen „S B“ trägt.
Im nördlichen Abschnitt des Corso Matteotti befinden sich die folgenden Gebäude:
- Hausnr. 16/b: Das Nationale Fotografiemuseum „Cinefotoclub“, das erste Museum dieser Art in Italien. Es behandelt die Geschichte der Fotografie von den Studien Leonardos über die erste Dunkelkammer bis hin zu den heutigen Fotoapparaten jeglichen Modells und jeglicher Größe;
- Hausnr. 8: Der Palazzo Martinengo Colleoni di Pianezza, in dem heute die höhere Handelsschule „Ballini“ untergebracht ist. Bemerkenswert sind die imposante Fassade aus dem Jahre 1735, das gewaltige Portal und das Säulenatrium von Filippo Juvara. In der Zeitspanne von 1755 bis 1768 wurde die Kirche von San Carlino an den Palast, der auch als Theatersaal genutzt wird, angebaut. Sie zeichnet sich durch ein Tonnengewölbe mit Freskomalereien von Pietro Scalvini und einer kleinen Kuppel von Fontebasso und Zanardi aus.

Fast gegenüber vom Eingang der Kirche befindet sich im Corso Matteotti (Hausnr. 54) der Palazzo Fè d’Ostiani (heute Materossi) aus dem 18. Jahrundert. Er wurde von Carlo Manfredi entworfen und von Giovan Battista sowie Antonio Marchetti verändert. Die Fassade erhält Bewegung durch die kleinen Baluster an den Fenstern und die verschieden geformten Giebelfelder des Obergeschosses sowie durch das hervorstehende Erdgeschoss und die kleinen Balkone aus Schmiedeeisen. Der Innenraum des Palastes besticht durch originell angelegte Freitreppen.
Man geht dann weiter durch die Via Fratelli Bronzetti, die in den Corso Martiri della Libertà mündet. Auf der linken Seite befindet sich der Palazzo Onofri (Hausnr. 19), ein Gebäude aus dem 18. Jh. und heutiger Sitz der Banca d’Italia. Der Palazzo Appiani mit der Hausnr. 17 wurde Anfang des 16. Jh.s errichtet und zeichnet sich vor allem durch einen Saal mit Freskomalereien von Pietro Scalvini aus dem Jahre 1762 aus. Genau gegenüber erhebt sich die Kirche von Santa Maria dei Miracoli, ein Juwel der Brescianer Renaissance, das in seinem Inneren bemerkenswerte Gemälde aus der Zeit des Brescianer Manierismus aufbewahrt .
Geht man den Corso Martiri weiter in Richtung Norden entlang, kommt man zum Palazzo Martinengo Villagana (Hausnr. 13); dem heutigen Sitz der Banca San Paolo – Banco di Brescia. Er wurde im 17. Jh. errichtet, während die Seite zur Via Santa Croce hin aus dem 18. Jh. stammt. Die Fassade ist aus Marmor und geprägt von Lisenen und zwei Portalen mit Balkonen in strengstem Barockstil. Eine monumentale Freitreppe führt ins Innere des Palastes, wo man einen eleganten Innenhof bewundern kann. Die östliche Fassade grenzt an die des Palazzo Fenaroli an. Der hintere Teil stellt einen charakteristischen Winkel Brescias dar, wie er für die Stadt im 18. Jh. typisch war.
Das Ende des Corso Martiri della libertà kreuzt sich mit dem Corso Palestro.