Comune di Brescia tourism website: useful information about what to see and where to go.

  • English
  • Français
  • Deutsch
  • Español
  • Italiano

Sehenswürdigkeiten

Piazzetta "Curt dei Pulì"

Mi, 23/09/2015 - 11:54 -- Laura
Brescia, Piazzetta "Curt dei Pulì"

Der Legende nach musste ein Adeliger aus der Familie Polini wegen eines Duells mit einem Prinzen von Savoia das Piemont verlassen. Er kam nach Brescia, wo er einige Häuser zwischen Via Rossovera und Corso Mameli kaufte, die den „Hof der Polini“ bildeten. Andere antike Dokumente schreiben jedoch den Besitz dem fahrenden Lederhändler Cristoforo Polini zu, dessen Nachfahren im 18. Jahrhundert den gleichnamigen Palazzo in Via Moretto errichteten.

Kopf einer weiblichen Gottheit

Do, 08/01/2015 - 11:12 -- Laura
Brescia, Kopf einer weiblichen Gottheit, Santa Giulia Stadtmuseum

Der Kopf kam 1956 bei den Ausgrabungen des römischen Theaters, zwischen der sogenannten Pfeilerhalle und dem Westzugang zum Theater selbst zum Vorschein.
Es handelt sich um ein Stück von bemerkenswerter Qualität und großer Bedeutung, obwohl die Oberfläche des Gesichts zerstört ist und im Bereich Nase, Mund und Haare erhebliche Schäden aufweist.
Der Kopf gehörte zu einer riesigen Statue einer weiblichen Gottheit. Diese Art von Statuen wurde mithilfe der Akrolithentechnik gefertigt oder aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt. Diese Technik war in der griechisch-römischen Welt bei der Anfertigung von Kultstatuen riesiger Ausmaße weit verbreitet: Nur die unbekleideten Teile der Figur wurden aus Marmor gearbeitet, während der Körper aus einer Art Holzstruktur geschaffen wurde, die von Gewändern bedeckt wurde und die ihrerseits mit bemaltem Stuck oder Metall umkleidet waren. 

"Madonna con il Bambino e San Giovannino" (Madonna mit dem Kind und dem Heiligen Johannes als Kind) von Francesco Francia

Mi, 07/01/2015 - 14:08 -- Laura
Brescia, "Madonna con il Bambino e San Giovannino" (Madonna mit dem Kind und dem Heiligen Johannes als Kind) von Francesco Francia

Die wertvolle, kleine Tafel war Teil der Sammlung des Grafen Paolo Tosio. Sie kam 1844 durch eine Schenkung an die Gemeinde Brescia und bildet den Grundstock der Pinakothek Tosio Martinengo. Der raffinierte Eigentümer hatte die Sammlung in einigen Sälen seines Palazzo angelegt, die von Rodolfo Vantini eigens für die Ausstellung der kostbaren Werke ausgestattet wurden. Die Sammlung Tosio bestand hauptsächlich aus Gemälden, dazu kamen Skulpturen, Drucke und Zeichnungen. Der Geschmack des Grafen brachte ihn dazu, Werke von neoklassizistischen Künstlern (seinen Zeitgenossen) und von Künstlern vorzuziehen, die in der Vergangenheit die gleichen Ideale von Schönheit und Harmonie verkörpert hatten. Ihm verdankt man den Erwerb zweier Gemälde von Raffaello, die zu den wichtigsten Meisterwerken der Pinakothek gehören, und auch dieser Madonna con il Bambino e san Giovannino (Madonna mit dem Kind und dem Heiligen Johannes als Kind), das im 19. Jahrhundert zu den beliebtesten Bildern der Sammlung zählte.

Das Diptychon von Boethius

Mo, 03/11/2014 - 13:50 -- Laura
Brescia, Das Diptychon von Boethius, Santa Giulia Stadtmuseum

Das wertvolle, als Konsulardiptychon entstandene Handwerksstück feierte die Erhebung von Narius Manlius Boethius – Vater des Philosophen Boethius – 487 n. Chr. in das Amt des Konsuls. Im Laufe der Zeit machte es jedoch eine radikale Wandlung vom profanen zum sakralen Gebrauch durch.
Die beiden Elfenbeintafeln zeigen auf der Vorderseite ein Abbild des römischen Konsuls: Auf der linken Seite stehend und unbewegt, auf der rechten Seite auf einem Stuhl sitzend, während er den Circusspielen vorsitzt. Auf beiden Darstellungen hält der Konsul in der linken Hand das Zepter mit dem flügelschlagenden Adler und in der rechten Hand die mappa, ein Stück Leinenstoff, mit dem nach einem von Nero eingeführten Brauch das Signal zum Start des Rennens der Quadriga (Vierergespann) gegeben wurde.
In der Darstellung auf der rechten Tafel ist der Konsul in dem Moment abgebildet, als er den Auftakt zum Rennen gibt. Das kann man sich jedoch nur vorstellen, weil diese in Wirklichkeit nicht in einen narrativen Kontext eingebettet ist. Es handelt sich also um eine rein sinnbildliche Darstellung, in der der Konsul von der Welt abgewandt erscheint (wie ein Souverän oder ein Heiliger), starr und unbewegt in seiner nüchternen und zurückhaltenden Gestik.

Amazzonomachia - Die Amazonenschlacht

Di, 14/10/2014 - 10:34 -- Laura
Brescia, Die Amazonenschlacht , Santa Giulia Stadtmuseum

Auf dieser Platte aus weißem, mittelkörnigem Marmor ist ein Teil eines Kampfs von sieben Amazonen zu sehen, von denen zwei beritten sind und eine mit ihrem Pferd zu Boden gegangen ist. Ihr Kennzeichen ist die phrygische Mütze, der Chiton, der auf der linken Schulter zusammengehalten wird und die rechte Brust unbedeckt lässt, sowie die embades, die Stiefel mit umgestülptem Schaft. Die Amazonen kämpfen gegen sechs nackte Krieger, einige mit Helm und einer am Boden mit dem kurzen Wollmantel  klamis.

Die Phalerae von Manerbio

Mo, 29/09/2014 - 14:24 -- Laura
Brescia, die Phalerae von Manerbio, Stadtmuseum Santa Giulia

Der Begriff Phalerae ist im modernen Sprachgebrauch ungewöhnlich. Das lateinische Substantiv phalerae bezeichnet Metallelemente, Schmucknieten oder verschiedene Arten von Verzierungen, die als militärischer Schmuck oder Auszeichnung vorne auf der Brust getragen oder auf dem Geschirr der Pferde angebracht wurden.
Bei den vierzehn Phalerae, die im Museum von Santa Giulia in der Abteilung für Frühgeschichte des Gebiets um Brescia aufbewahrt werden, handelt es sich wahrscheinlich um Verzierungen für die Zaumzeuge von zwei Pferden. Vierzehn runde Silberscheiben mit herausgetriebenen Verzierungen, zwei größere (Durchmesser von 19 cm) und zwölf kleine (10 cm), die gemeinsam mit den Resten von vier länglichen, gebogenen Elementen und drei Ketten, alles in Silber, aufgefunden wurden.
Es handelte sich bei den Phalerae um eine zufällige Entdeckung, so wie es oftmals bei den außergewöhnlichsten Entdeckungen der Archäologie vorkommt: Die Objekte wurden im Februar 1928 gefunden, vergraben unter „zwei Schaufeln tiefer Erde“ (circa 50 cm), von Bauern der adeligen Gutsherren Gorno beim Vergrößern der Jauchegrube des Guts Remondina, unweit der Ortschaft Manerbio. Dieser kleine Schatz wurde prompt der Polizei übergeben und am 11. Februar 1928 an Giorgio Nicodemi, den damaligen Direktor der Museen Brescias. Sie wurden vom Staat erworben und vorübergehend in den Civiche Raccolte d’Arte di Brescia (den heutigen Museen für Kunst, Geschichte und Wissenschaft) aufbewahrt, wo wir sie noch heute finden.
Es schien sich von Beginn an um außergewöhnliche Objekte zu handeln, aber so einzigartige, dass man anfangs annahm, sie stammten aus langobardischer Zeit. Es handelt sich jedoch um eines der Werke, die von keltischen Meistern der Metallverarbeitung hergestellt wurden. Es war Carlo Albizzati, der sie 1933 als Erster definierte als „die einzigartigsten Werkstücke keltischer Kunst, die unser Land sein Eigen nennen darf“.

Turm Des Herkules

Mo, 29/09/2014 - 11:42 -- Laura
Brescia, Turm Des Herkules

Es handelt sich um eine mittelalterliche Unterkunft, die sich an der Kreuzung von Decumanus (von Ost nach West) und Cardo maximus (von Nord nach Süd) der römischen Stadt befand. Diese wurde im 12. Jahrhundert von der Adelsfamilie Palazzi, die hier ihre Anwesen hatte, wahrscheinlich auf den Überresten eines römischen Gebäudes errichtet, und von Ezzelino da Romano zerstört, als er die Stadt 1258 einnahm. Der Name soll von der Nähe zu einem dem Herkules geweihten Tempel kommen.

Teatro Sociale

Mo, 29/09/2014 - 11:00 -- Laura
Brescia, Teatro Sociale

Das jetzige Teatro Sociale hat seinen Ursprung in der Geschichte der Familie von Luigi Guillaume, einem französischen Adeligen, der während der Französischen Revolution mit seiner Frau Maddalena aus Lyon (Frankreich) geflohen war.
Die Guillaumes mischten sich unter eine Gruppe von Artisten und fahrenden Künstlern, um ihre Verfolger zu täuschen, und erreichten so auf abenteuerliche Weise Italien, wo sie in der faszinierenden Zirkuswelt als besitzlose Flüchtlinge ein Unterkommen fanden.
Als erfahrene Reiter, die seit jeher ihr sportliches Können gepflegt hatten, bildeten die Guillaumes ihre eigene Truppe und begannen so durch Europa zu reisen. Zufällig - oder vielleicht auch ganz bewusst - wählten sie schließlich Brescia als festen Wohnsitz. Sie erwarben ein Haus im Zentrum und begannen – zwischen einer Reise oder einer Vorstellung und der nächsten – die hohe Gesellschaft der Stadt zu frequentieren.
Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb ein Nachfolger Guillaumes einen Bereich im Stadtzentrum und ließ dort ein Theater aus Holz erbauen, das sich für Pferdeveranstaltungen, Theaterstücke  und politische Versammlungen eignete. Die anderen Brüder gründeten ihrerseits Truppen, mit denen sie an den wichtigsten Schauplätzen Italiens und im Ausland Erfolg hatten. Durch einen Umbau 1873 wurde das Theater eleganter und noch angesehener, und schließlich zum Tempel des hohen Bürgertums in Brescia, das sich nach Unterhaltung sehnte. 1903 gab die Familie Guillaume das Theater auf und verkaufte es an eine Gruppe von Begeisterten, die ihm nach einer Restaurierung auf perfekte Jugendstilart, dem Zeitgeist entsprechend, den Namen Teatro Sociale gaben.

Kirche San Marco Evangelista

Mo, 29/09/2014 - 10:25 -- Laura
Brescia, Kirche San Marco Evangelista

Ende des 13. Jahrhunderts nach romanischen Linien erbaut, war die Kirche im Besitz der Familie Avogadro, die in dem nahen Palazzo residierte, welcher heute Sitz der Katholischen Universität ist. Sie wurde während des 2. Weltkriegs durch Bomben beschädigt. Das Äußere zeigt unter dem Gesims, welches das gesamte Gebäude umläuft, ineinander verschlungene Bögen aus gebranntem Lehm, während sich in der Fassade (die durch ein großes, rechteckiges Fenster getrübt ist) ein Steinportal öffnet, welches von einem Rundbogen abgeschlossen wird.

Theater Santa Chiara

Di, 23/09/2014 - 12:15 -- Laura
Brescia, Theater Santa Chiara

Auf den Hängen des Colle Cidneo existiert immer noch das ehemalige Kloster von Santa Chiara Vecchia, heute Sitz der Wirtschaftsfakultät der Universität Brescia.
Die ersten sicheren Berichte von der Existenz eines Klosters in dieser Gegend stammen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts: Der Akt, in dem der Bischof von Brescia, Cavalcano de Salis, ein von Papst Alexander III. zu Agnola verliehenes Privileg auf die im Konvent von Santa Maria bei Porta Petriolo ansässigen Schwestern des Ordens von San Damiano ausdehnte, ist mit 1. August 1232 datiert. Darin wurden diese von der bischöflichen Gerichtsbarkeit „ecclesiam et locum S.Mariae sitam in civitate Brixiae apud portam Pedrioli“ befreit,  ausgenommen die Weihe der Kirche und der Altäre, der Segen der Priorin und der Schwestern und das Empfangen der Sakramente, wenn diese von den Schwestern gewünscht wurden. Im Wesentlichen wurde dieses Privileg auch in einem wenig späteren, nämlich mit 29. November 1255 datierten Dokument bestätigt, in dem Papst Alexander IV. die Gemeinschaft der Ordensschwestern seinem Schutz unterstellte und ein Dekret erließ, dass diese von nun an für immer nach der Ordensregel des Heiligen Benedikt und den Normen des Heiligen Damian (die  den Schwestern schon von seinem Vorgänger, Papst Gregor, vorgeschrieben worden waren) wirken sollten. Aus dem Dokument geht hervor, dass den Ordensschwestern das volle Besitzrecht zugestanden wurde, nicht nur des Standorts des Konvents, sondern auch aller anders erworbenen oder durch Hinterlassenschaften Geistlicher und Laien erhaltenen Besitztümer. Es ist nicht genau bekannt, wann sie die Benediktinerregel zugunsten der Franziskanischen Ordensregel aufgaben, aber aus einigen Kaufverträgen geht das letzte Viertel des 13. Jahrhunderts als wahrscheinlicher Zeitraum hervor. Von den Gebäuden dieser ersten Niederlassung ist uns nichts mehr erhalten, da mit der Zeit zahlreiche Veränderungen und Ausbauten vorgenommen wurden. Eine der ersten Veränderungen hängt mit einem tragischen Ereignis zusammen, von dem die Stadt Brescia 1508 betroffen war. Eine Explosion aufgrund eines Blitzeinschlages in den Befestigungsturm Mirabella del Castello, in dem Schießpulver aufbewahrt wurde, richtete schwere Schäden in den Wohngebieten darunter und vor allem im Kloster Santa Chiara an.

Seiten