Comune di Brescia tourism website: useful information about what to see and where to go.

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Sehenswürdigkeiten

Das Römische Theater

Di, 23/09/2014 - 10:57 -- Laura
Brescia Teatro Romano

Das vom Vicolo del Fontanone aus sichtbare Theater befindet sich östlich des Kapitolinischen Tempels und ist mit ihm durch die „Säulenhalle“ verbunden. Diese ist in drei Schiffe von jeweils zwei Reihen hoher schmaler Säulen gegliedert. Das Theater wurde in Flavischer Epoche (69-96 n.Chr) – vielleicht auf vorhandenen Strukturen – gebaut. Ende des 2. Jahrhunderts wurde es vollständig restauriert und erlebte damals seine Glanzzeit. Zwischen Ende des 5. und Beginn des 6.

Kirche San Faustino in Riposo (genannt Santa Rita)

Mo, 22/09/2014 - 15:38 -- Laura
Brescia, San Faustino in riposo

Der kleine Eingang befindet sich unter dem Gewölbe des Turms von Porta Bruciata in der Via dei Musei. Ihr Name kommt davon, dass die Prozession, bei der Anfang des 9. Jahrhunderts die Überreste der Heiligen Faustino und Giovita – der Schutzheiligen Brescias – zur Kirche von San Faustino Maggiore getragen wurden, dort Rast machte. Die Kirche wurde Ende des 12. Jahrhunderts auf den Resten einer Kapelle erbaut und ist im Inneren, das im 17. und 18. Jahrhundert neu gestaltet wurde, rund. Das Altarbild des Hauptaltars, die Jungfrau mit dem Kind zwischen den Heiligen Faustino und Giovita, ist ein Werk von Domenico Romani (1743). Die Kirche ist reich an Votivgaben und enthält in der linken Kapelle ein Bild der Madonna, das in der Volksverehrung Brescias einen besonderen Platz hat.
Die originale Außengestaltung, die von einem angrenzenden Platz aus zu sehen ist, besteht aus einem zylinderförmigen Körper aus Stein, auf dem ein abgeschnittener Kegel ruht, der mit vorstehenden Ziegeln aus gebranntem Lehm gedeckt ist. Darauf liegt der zylinderförmige Glockenturm mit vier kleinen zweiteiligen Bogenfenstern, abgeschlossen mit einem Pinakel, das ebenfalls mit gebrannten Lehmziegeln gedeckt ist.

Prachtschild, Bartolomeo Piatti (?)

Di, 08/07/2014 - 11:33 -- Laura
Brescia, Prachtschild Bartolomeo Piatti (?) , Waffenmuseum “Luigi Marzoli”, Schloß Brescia

Der herrliche Prachtschild, der sich in der prestigereichen Sammlung Rotschild befand und dann in die des Industriellen Luigi Marzoli Eingang fand, ist Teil der unterschiedlichen Rundschilder, die im 16. Jahrhundert verwendet wurden. Die Definition „da pompa“ (Pracht) kommt von seinem Gebrauch ad pompam vel ostentationem, nämlich ein Symbol des Reichtums und der Macht seines Besitzers, weswegen es ja auch mehr ein Kunstwerk als ein Kriegsinstrument zu sein scheint. Gemeinsam mit wertvollen Rüstungen, wurde dieser luxuriöse Schild nur anlässlich sehr seltener Zeremonien getragen, die einer sehr kleinen Klasse des damaligen Adels vorbehalten waren.
Es handelt sich um ein sehr teures Objekt aufgrund seiner reichen Reliefarbeiten, die anschließend graviert und mit Tauschierungen versehen wurden. Einzuordnen ist er in die Produktion von Luxuswaffen, die sich ab dem vierten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts verbreitete. In jener Zeit begannen die Waffenschmiede neben den Kriegsrüstungen auch Rüstungen für Paraden zu produzieren, die „auf Antike“ dekoriert waren und zwar mit Szenen aus der Geschichte und der klassischen Mythologie. Diese verwiesen symbolisch auf die Legitimierung der Beibehaltung der Macht der Adelsklasse, sowohl aufgrund der Waffenkraft als auch aufgrund eines auf die Antike zurückgehenden Rechts.
Die Bilder und die reichen, an die Antike angelehnten Verzierungen wurden von manieristischen Künstlern, Nachfolgern von Raffael und Giulio Romano in Form von den damals weit verbreiteten Gravuren gestaltet. Es handelte sich, in den meisten Fällen, um mehrere ikonographische Quellen, die mit Können und Geschmack in ein homogenes Ganzes verschmolzen.

Lager der Zuaven auf den Glacis von Brescia im Juni 1859

Do, 19/06/2014 - 14:29 -- Laura
Lager der Zuaven auf den Glacis von Brescia im Juni 1859

Die Schlacht von Solferino und San Martino wurde am 24. Juni 1859 zwischen der österreichischen und der französisch-sardinischen Armee ausgetragen und bereitete dem zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieg ein Ende.
Es war die größte Schlacht nach der Schlacht von Leipzig 1813, an der insgesamt 230,000 Mann teilnahmen. Sie wird in Italien deshalb erinnert, weil sie den ersten konkreten Schritt auf dem Weg zur nationalen Einheit Italiens darstellte und weltweit, weil sie Henry Dunant zur Gründung des Internationalen Roten Kreuzes veranlasste.
In der französisch-sardinischen Armee kämpfte das Korps der Zuaven, das 1830 kurz nach der Eroberung Algeriens durch die französische Armee gegründet wurde. Ursprünglich bestand es aus einem Regiment von Söldnern, die zum größten Teil dem Berberstamm der zouaoua angehörten. In der Folge stellten Soldaten französischer Herkunft (vor allem Freiwillige) die Mehrheit, während die Berbertruppen 1841 den „tiralleurs algeriéns“, auch genannt „turcos“, eingegliedert wurden. Beide behielten lange Zeit (bis 1962) die Uniformen mit ihren raffinierten, arabisch-algerischen Formen bei. Die Zuaven waren in der Infanterie nach kolonialer Art organisiert und so in der Lage, selbst die schwierigsten und risikoreichsten Situationen zu bewältigen. Dies wurde auch dank ihres bemerkenswerten „Korpsgeistes“ hervorgehoben, nämlich durch die informelle Anwesenheit im Inneren jeder Kompanie von Gruppen (den tribus), die von einem als Autorität anerkannten Veteranen (dem débrouillard) angeführt wurden, welcher während der Lager oder den Truppenverlegungen die Aufgaben neu zuteilte.

"Gekreuzigte Hl. Giulia ", Carlo und Giovanni (?) Carra

Mi, 14/05/2014 - 11:13 -- Laura
Brescia, "Gekreuzigte Hl. Giulia ", Carlo und Giovanni (?) Carra

Quellen aus dem 17. Jahrhundert – die Reiseführer von Bernardino Faino (1630-1669) und Francesco Paglia (1660-1701) – sprechen mit großer Bewunderung von der Gekreuzigten Hl. Giulia in der neuen Kirche der Benediktinerinnen. Sie erwähnen auch deren Schöpfer, die sie als Giovanni und Carlo Carra identifizieren, Söhne von Antonio, dem Inhaber der wichtigsten Skulpturenwerkstatt des 17. Jahrhunderts der Stadt und der Provinz: Die Carras fertigten auch den Schrein der Heiligen Faustino und Giovita für die gleichnamige Kirche in Brescia an (1618-1626). Nach dem Tod des Vaters Antonio (1632) führen Giovanni und Carlo die Tradition der väterlichen Werkstatt fort und arbeiten in einer Art Symbiose, während der dritte Bruder Stefano eine blühende Laufbahn als Architekt einschlagen wird. Die einzige Ausnahme dieser symbiotischen Zusammenarbeit besteht darin, als Giovanni stolz den Altar des Hl. Benedetto für die Kirche der Heiligen Faustino und Giovita signiert (1645-1648).
  
Obwohl auch die Hl. Giulia aus dem Stadtmuseum aus dieser Werkstatt stammt – vor 1630, als sie in Fainos Text erwähnt wird – verraten die Weichheit in der Bearbeitung des Marmors, die Feinheit des Ausdrucks und die delikate Gestaltung der Lichtebenen, dass sie von einer anderen Hand geschaffen wurde als der von Giovanni signierte Hl. Benedetto. In Letzterem sind die Linien und die Ausarbeitung viel entschiedener, die Gewandfalten sind eher schematisch, wenn auch faszinierend. Wir bewegen uns hier im Raum einer Hypothese, aber ein großer Teil seiner Ausführung liegt bei Carlo, der zwischen 1621 und 1659 alleine die äußerst bedeutende Rolle der Bauaufsicht („inzegnero soprastante alla fabrica“) im Neuen Dom innehatte. Carlo unterschrieb außerdem den Großteil der uns erhaltenen Verträge, was uns zu der Annahme bringt, dass er der tatsächliche Koordinator der Arbeiten im Familienbetrieb war.

"Engelbüste", Raffaello Sanzio

Mi, 30/04/2014 - 14:59 -- Laura
"Engelbüste", Raffaello Sanzio

Im Jahr 1821 befand sich dieses Gemälde am Florentinischen Antiquitätenmarkt und wurde als „Portrait eines jungen Mannes“ beschrieben und bereits Raffael zugeordnet. Dank der Bemühungen von Teodoro Lechi konnte es Paolo Tosio mit einem Echtheitszertifikat der Florentiner Akademie erwerben. Gemeinsam mit dem Segnenden Christus, dem anderen Werk Raffaels in den Sammlungen des Grafen Tosio, wurde das „Portrait eines jungen Mannes“ zu einem der am meisten gefeierten Werke nicht nur unter den Kunstexperten Brescias.
Warum aber wurde das kleine Gemälde als „Portrait eines jungen Mannes“ beschrieben?

Das Desiderius-Kreuz

Mi, 05/03/2014 - 12:28 -- Laura
Brescia, Das Desiderius-Kreuz

Das Desiderius-Kreuz ist ein Vortragekreuz – ein Kreuz, das auf eine Stange montiert während einer Prozession getragen oder auf einem Wagen gefahren wurde – aus Holz, damit es leichter ist, und mit einer vergoldeten Metallschicht umhüllt. Das Kreuz wurde – der Tradition gemäβ – von dem langobardischen König Desiderius dem Kloster San Salvatore und Santa Giulia gestiftet, das er  gemeinsam mit seiner Gattin Ansa zwischen 753 und 760 gegründet hatte.
Es handelt sich um eines der gröβten edelsteingeschmückten Kreuze, die bis zu uns gelangt sind. Es ist mit zweihundertelf Edelsteinen besetzt, die in die beiden Kreuzbalken eingearbeitet sind und weist die größte Anzahl, circa fünfzig, antiker und wiederverarbeiteter Gemmen auf, von denen viele aus ehemaligen Schmuckobjekten stammen -  was einzigartig unter den bekannten Kreuzen ist.

Die Geburt Christi von Romanino

Fr, 21/02/2014 - 14:45 -- Laura
Brescia, Die Geburt Christi von Romanino

Um 1545, im Alter von circa 60 Jahren, schuf der Brescianer Maler  Girolamo Romanino diese Geburt Christi. Die groβe Leinwand schmückte eine Seitenkapelle der Kirche San Giuseppe zu Brescia, die der Unbefleckten Empfängnis gewidmet war. Dieses spezielle Thema hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Komposition des Gemäldes und bestimmte viele Entscheidungen, die der Maler zu treffen hatte.

Arbeitende Frauen, Giacomo Ceruti genannt il Pitocchetto

Fr, 21/02/2014 - 14:19 -- Laura
Brescia,  Arbeitende Frauen, Giacomo Ceruti

Das groβe Bild ist Teil einer Gruppe von vierzehn Leinwänden, die zum ersten Mal 1931 Bekanntheit erlangte: Damals gehörten sie zur Sammlung von Bernardo Salvadego und befanden sich in Schloss Martinengo in Padernello, in der Provinz Brescia. Anschlieβend galten sie als verschwunden und sind heute auf zahlreiche Privatsammlungen, das Museum Lechi in Montichiari und die Pinakothek Tosio Martinengo verteilt. Die Entdeckung dieser auβerordentlichen Gruppe von Gemälden führte zu einer richtiggehenden Wiederentdeckung ihres Urhebers, des Mailänder Malers Giacomo Ceruti, der heute als einer der wichtigsten Künstler der Lombardei des 18. Jahrhunderts gilt.
Bekannt als „Padernello Zyklus“, sollten diese Bilder ursprünglich mehr als einen Palast der Brescianer Aristokratie schmücken und wurden  im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer Einheit zusammengefügt. Sie zeigen Personen  bescheidener Herkunft in Alltagsaktivitäten vertieft. Sie könnten deshalb auf die Tradition der Genremalerei zurückgeführt werden, in der oft Szenen aus dem alltäglichen Leben des Volks dargestellt werden: Diese Art von Gemälden waren in den damaligen Wohnsitzen der Aristokratie sehr beliebt, vor allem wegen ihres leichten und augenzwinkernden Tons. Nichtsdestotrotz zeichnen sich die Bilder, die Ceruti diesen Themen widmet (sie alle konzentrieren sich auf die Jahre seines Aufenthalts in Brescia zwischen 1724 und 1735), durch eine völlig andersartige Note aus.

Die Geflügelte Victoria

Fr, 21/02/2014 - 11:44 -- Laura
Brescia, Vittoria alata

Es handelt sich um eine weibliche, leicht nach links gewandte Figur. Sie trägt eine an den Schultern zusammengehaltene Tunika (Chiton) und einen Mantel (Himation), der die Beine umhüllt.
Sie wurde mit Hilfe des indirekten Wachsausschmelzverfahrens hergestellt und besteht aus mindestens dreiβig Teilen, einzeln ausgeschmolzen, die später zusammengefügt wurden. Wie bei Portraits wurde auch sie mit spitzen Werkzeugen bearbeitet, die die Details mit Präzision hervorheben. Hinzugefügt wurde schlieβlich eine Tauschierung in Silber und Kupfer, die die Haare zusammenhält. Sie wurde wohl im zweiten Viertel des 1. Jahrhunderts n.Chr. in einer Bronzewerkstatt von hohem Niveau in Norditalien hergestellt. Die Position der Figur, mit einem leicht angehobenen Bein und nach vorne gestreckten Armen, erklärt sich damit, dass ursprünglich einige Attribute vorhanden waren, die es erlaubten, die Figur zu identifizieren. Der Fuβ stützte sich nämlich auf den Helm des Kriegsgottes Mars und der linke Arm hielt einen Schild, der auch vom angewinkelten Bein gestützt wurde, auf den mit der rechten Hand der Name und der Tatenbericht (Res Gestae) des Siegers eingraviert wurden (mit diesen Kennzeichen wurde die Göttin Victoria von den Römern dargestellt).

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