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DIE QUERINISCHE BIBLIOTHEK UND DER BISCHOFSPALAST

Mo, 28/01/2013 - 14:49 -- Camilla
Tipologia: 
Die Querini Bibliothek und Der Bischofspalast

Die Querini Bibliothek wurde 1747 vom Kardinal Angelo Maria Querini, Bischof von Brescia und leidenschaftlichem Bibliophile gegründet. Unter anderem, liess der Kardinal das prächtige Gebaüde durch den Achitekten Marchetti bauen und beschloss, der neugegründeten Bibliothek seine wertvollen Sammlungen zu verschenken. Gegen das Ende seines Lebens, liess der Grunder die damalige Stadtverwaltung die Bibliothek übernehmen, die, infolgedessen, schon 1750 dem Publikum geöffnet wurde.
Der Bestand der Bibliothek wurde erheblich in Napoleons Zeit bereichert, als verschiedene Religionsorder aufhgehoben wurden und die bibliographischen Sammlungen ihrer Klosterbibliotheken der öffentlichen Bibliothek amtlich versetzt wurden.
Die Bibliothek besitzt einen allgemeinen Charakter und umfasst eine interessante Sektion für italienische Geschichte des XIX. Jahrhunderts, sowie eine reiche Sektion für Kunst und Geschichte der Stadt Brescia 1944, bei einem Luftangriff, wurde die Bibliothek getroffen, was den Verlust und Zerstörung einiger Sektionen verursachte, aber glücklicherweise nicht der kostbarsten Stücke.
Nach dem Krieg wurde die ganze Bibliothek umorganisiert und der grosse Lesesaal sowie die drei kleineren im altesten Teil dem Publikum wieder geöffnet.
Dieser alteste Teil umfasst die prunkvolle Treppe sowie die mit Fresken verzierte Vorhalle, deren Wände die Büste des Gründers und verschiedene Episoden seines Lebens aufweisen.
Die wichtigste Sektion der Bibliothek ist ihrer Handschriften wegen sehr bekannt. Es handelt sich um lateinische und italienische Handschriften, die oft mit herrlichen Miniaturen verziert sind. Unter anderen sind einige Stücke besonders bemerkenswert: das Purpurevangeliar vom IX. Jahrhundert, Eusebius' evangelische Harmonien vom X. Jahrhundert, ein englischer Psalter vom XIII. Jahrhundert, ein griechischer Evangeliar vom X. Jahrhundert, sowie eine wertvolle Sammlung von koranischen Texten persischer Herkunft, die auf das XV. Jahrhundert zurückgehen.
Die Sammlung besteht auch aus reichen Sektionen von Inkunabeln sowie Auflagen vom XVI., XVII., XVIII. Jahrhundert, viele von denen in Brescia oder in den umliegenden Gebieten gedrückt worden sind. Dantes Komödie ist natürlich gut vertreten, sowie ein herrliches Exemplar von Petrarcas Canzoniere.

Der Bischofspalast („Palazzo vescovile“) bildet einen einzigen Gebäudekomplex mit der Bibliothek, von der er nur durch ein Gitter (1737) getrennt ist. Der gemeinsame Garten blickt auf die Piazzetta Vescovado; in seiner Mitte steht ein Brunnen mit einem polylobären Becken, der zu dem Brunnen (18. Jh.) passt, der sich unter dem Laubengang der Biblioteca Queriniana – angrenzend an die Via Cattaneo – befindet und aus zwei rechteckigen Becken besteht (ein Wassertrinkbecken und ein Waschbecken).
Der Palast zeichnet sich zudem durch ein klassisches monumentales Portal in etruskischer Ordnung aus. Gebaut wurde er im 15. Jh., wobei er mehrere Male umgebaut und später restauriert wurde. Seinen massiven und einfachen Stil verdankt er Pier Maria Bagnadore und Giovanni Maria Piantavigna.

 


DIE QUERINISCHE BIBLIOTHEK UND DER BISHOFSPALAST
Via Mazzini, 1
Brescia

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