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Giuseppe Garibaldi

Mo, 20/11/2017 - 12:04 -- Laura
Tipologia: 
Statue von Giuseppe Garibaldi, Brescia

Giuseppe Garibaldi (4. Juli 1807 in Nizza – 2. Juni 1882 auf Caprera) war ein italienischer General, Patriot und Feldherr. Er war ebenfalls ein Schriftsteller. Wegen seiner militärischen Leistungen sowohl in Europa als auch in Südamerika wurde er als „Held zweier Welten” tituliert. In Italien gilt er fast einstimmig als einer der Väter des Vaterlandes.
Seine Reisen durch die weite Welt unternahm er zuerst als Offizier auf einem Handelsschiff und danach als Kapitän auf großer Fahrt. Sein Leben verbrachte er immer unterwegs. Lange Zeit blieb er in Südamerika wobei Garibaldi jene Orte am liebsten hatte, an denen er seinen revolutionären Geist in konkrete Taten umsetzen und seine Aufgabe als „Engagierter für die Freiheit“ verwirklichen konnte.
Seine berühmteste militärische Leistung, die er in Italien vollbrachte, war der „Zug der Tausend”, dank dessen das Königreich beider Sizilien dem neu entstehenden Königreich Italien (1859) annektiert wurde.
Während des dritten Unabhängigkeitskriegs errang Garibaldi, der über tausend Freiwillige befahl, im Gebiet um Brescia den Sieg von Ponte Caffaro (25. Juni 1866). Darauf folgten der Sieg von Bezzecca (21. Juli) und das berühmte „Obbedisco” (ich gehorche), das Garibaldi als Hochachtung vor König Viktor Emanuel II. nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes von Cormons aussprach.
Die etwa fünf Meter hohe, großartige bronzene Reiterstatue ist das Ergebnis eines Künstlerwettbewerbs, zu dem vier nicht aus Brescia stammende Bildhauer (Giovanni Battista Trabucco, Pietro Bordini, Concetti und der Preisträger Eugenio Maccagnani) eingeladen wurden, was hitzige Kontroversen auslöste.
Ihre vier Entwürfe wurden öffentlich ausgestellt, die Skizze von Maccagnani war aber kein großer Erfolg. Der Bildhauer wurde daher aufgefordert, etwas anderes einzureichen, was er 1884 erfüllte. Das Ergebnis stellt das heute noch sichtbare Denkmal dar, dessen stützender Sockel vom Architekten Antonio Tagliaferri geplant und entworfen wurde. Das Denkmal wurde am 8. September 1889 von Giuseppe Cesare Abba enthüllt.
Die anfangs Porta Milano genannte Piazza, auf der das Monument heute steht, entstand nach dem Abriss der alten Porta di San Giovanni und der als “Gioco del Pallone” bezeichneten Mauer. Der weite städtische Raum wurde dem Feldherren 1909 gewidmet. Die in ihn einmündende Straβe wurde hingegen nach seinen „Tausend“ Garibaldinern benannt.
Die Schlichtheit der gewidmeten Inschrift wurde zur Zielscheibe des Mundartdichters aus Brescia Angelo Canossi, der mit der Ausführung des Denkmals verbundene Auseinandersetzungen vermutete. In seinem Sonett „A Garibaldi” heißt es nämlich  : “L’epigrafe è di alcuni professori / che prima l’han mandata al gran Carducci / se per caso ci fosse qualche errori: / e quelli rispettati i capisaldi, / ci tirò via gli errori e gli errorucci; / e c’è rimasto solo <A GARIBALDI>” (Die Autoren der Inschrift waren hochgebildete Menschen, die zuerst das Epigraph dem Meister Carducci übergaben, um mögliche Fehler berichtigen zu lassen. Carducci korrigierte alle Fehler – groß und klein – und alles, was davon übrig blieb, war nur <A GARIBALDI>).

Um den Erlebnisbericht von Giuseppe Garibaldi zu hören, laden Sie bitte die SPICapp! Statue parlanti in città www.spicapp.it herunter.

GIUSEPPE GARIBALDI
Piazzale Garibaldi
Scultore Eugenio Maccagni
1884
Bronzo e pietra di Botticino