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Paolo VI Platz (früher Domplatz)

Mi, 30/01/2013 - 11:49 -- Camilla
Tipologia: 
Brescia Paolo VI Platz

Der Platz wurde noch zur Zeit der Brixia Romana errichtet und gehört zu den ältesten der Stadt (seine heutige Form stammt ungefähr aus der Mitte des 16. Jh.s). Er ist sozusagen das Herz der Altstadt und Mittelpunkt des religiösen Lebens (bis zum 15. Jh. auch Mittelpunkt des politischen Treibens). Auf ihm fanden große – und nicht nur religiöse – Ereignisse statt: Prozessionen und Zeremonien, aber auch Ballspiele und Feste, die von den pompösen barocken Feuerwerksgeräten belebt wurden.
An seiner Ostseite reihen sich der bemerkenswerte Gemeindepalast Palazzo Broletto (heutiger Sitz des Provinzrates, der Präfektur und des Einwohnermeldeamtes – Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten möglich), die „Rotonda“ bzw. der Alte Dom und in der Mitte der Neue Dom aneinander.

An der Nordseite steht ein Brunnen mit einer Nachbildung der neuklassizistischen Statue Minerva, genannt „Brescia armata“ (Bewaffnetes Brescia); das Original stammt von Antonio Callegari (1722) und wird in den Stadtmuseen aufbewahrt. Der Brunnen wurde 1921 auf den Platz gebracht und ist ein Werk von Giambattista Cignaroli (1818).

Auf dem Platz kann man aber noch weitere architektonische Kunstwerke bewundern. Den südlichen Teil nimmt das Bankgebäude und Sitz der „Banca Credito Agrario Brescia, Banco di Brescia“ ein. Das Gebäude im Neorenaissancestil wurde Anfang des 20. Jh.s nach einem Entwurf von Camillo Arcangeli und Antonio Tagliaferri errichtet, der den Palazzo Negroboni aus dem 16. Jh. architektonisch eingegliederte; die Verzierungen, die zwischen den Jahren 1907 und 1908 von Gaetano Cresseri vorgenommen wurden, stellen Allegorien aus dem Handel und aus der Industrie dar. Im erhöhten Erdgeschoss kann man heute noch Überreste des Fußbodenmosaiks der römischen Thermen bewundern sowie einen Teil der „Cardo“, der römischen Hauptstraße in nord-südlicher Richtung.
Die West- und Nordseite des Platzes stellen eine Einheit dar und werden von den Ruinen eines tiefen und plumpen mittelalterlichen Laubenganges gekennzeichnet (beachten Sie auch die Säulen, die unterhalb der Straßenebene verlaufen, so als hätte der Platz einmal tiefer gelegen). An der Fassade des Palazzo dei Camerlenghi (Wohnsitz des für die Munition zuständigen Oberaufsehers, der für die Kanonengießerei auf dem Platz verantwortlich war) kann man die erhöhten, eleganten dreibogigen Fenster bewundern, die noch von der Fensterfront zeugen, die die gesamte Hausfassade einnahm. Gegenüber vom Neuen Dom kann man ein in das Gebäudemauerwerk eingemauerte kleine Rundschild mit dem Kopf Johannes des Täufers bewundern – es handelt sich um die letzten Überreste einer Taufkapelle, die hier 615 errichtet und dann 1625 zerstört wurde.

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