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Tags : Museo delle Armi Luigi Marzoli

Brescia, Prachtschild Bartolomeo Piatti (?) , Waffenmuseum “Luigi Marzoli”, Schloß Brescia

Der herrliche Prachtschild, der sich in der prestigereichen Sammlung Rotschild befand und dann in die des Industriellen Luigi Marzoli Eingang fand, ist Teil der unterschiedlichen Rundschilder, die im 16. Jahrhundert verwendet wurden. Die Definition „da pompa“ (Pracht) kommt von seinem Gebrauch ad pompam vel ostentationem, nämlich ein Symbol des Reichtums und der Macht seines Besitzers, weswegen es ja auch mehr ein Kunstwerk als ein Kriegsinstrument zu sein scheint. Gemeinsam mit wertvollen Rüstungen, wurde dieser luxuriöse Schild nur anlässlich sehr seltener Zeremonien getragen, die einer sehr kleinen Klasse des damaligen Adels vorbehalten waren.
Es handelt sich um ein sehr teures Objekt aufgrund seiner reichen Reliefarbeiten, die anschließend graviert und mit Tauschierungen versehen wurden. Einzuordnen ist er in die Produktion von Luxuswaffen, die sich ab dem vierten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts verbreitete. In jener Zeit begannen die Waffenschmiede neben den Kriegsrüstungen auch Rüstungen für Paraden zu produzieren, die „auf Antike“ dekoriert waren und zwar mit Szenen aus der Geschichte und der klassischen Mythologie. Diese verwiesen symbolisch auf die Legitimierung der Beibehaltung der Macht der Adelsklasse, sowohl aufgrund der Waffenkraft als auch aufgrund eines auf die Antike zurückgehenden Rechts.
Die Bilder und die reichen, an die Antike angelehnten Verzierungen wurden von manieristischen Künstlern, Nachfolgern von Raffael und Giulio Romano in Form von den damals weit verbreiteten Gravuren gestaltet. Es handelte sich, in den meisten Fällen, um mehrere ikonographische Quellen, die mit Können und Geschmack in ein homogenes Ganzes verschmolzen.

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