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Tags : tempio capitolino

Brescia, Kopf einer weiblichen Gottheit, Santa Giulia Stadtmuseum

Der Kopf kam 1956 bei den Ausgrabungen des römischen Theaters, zwischen der sogenannten Pfeilerhalle und dem Westzugang zum Theater selbst zum Vorschein.
Es handelt sich um ein Stück von bemerkenswerter Qualität und großer Bedeutung, obwohl die Oberfläche des Gesichts zerstört ist und im Bereich Nase, Mund und Haare erhebliche Schäden aufweist.
Der Kopf gehörte zu einer riesigen Statue einer weiblichen Gottheit. Diese Art von Statuen wurde mithilfe der Akrolithentechnik gefertigt oder aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt. Diese Technik war in der griechisch-römischen Welt bei der Anfertigung von Kultstatuen riesiger Ausmaße weit verbreitet: Nur die unbekleideten Teile der Figur wurden aus Marmor gearbeitet, während der Körper aus einer Art Holzstruktur geschaffen wurde, die von Gewändern bedeckt wurde und die ihrerseits mit bemaltem Stuck oder Metall umkleidet waren. 

Brescia, Vittoria alata

Es handelt sich um eine weibliche, leicht nach links gewandte Figur. Sie trägt eine an den Schultern zusammengehaltene Tunika (Chiton) und einen Mantel (Himation), der die Beine umhüllt.
Sie wurde mit Hilfe des indirekten Wachsausschmelzverfahrens hergestellt und besteht aus mindestens dreiβig Teilen, einzeln ausgeschmolzen, die später zusammengefügt wurden. Wie bei Portraits wurde auch sie mit spitzen Werkzeugen bearbeitet, die die Details mit Präzision hervorheben. Hinzugefügt wurde schlieβlich eine Tauschierung in Silber und Kupfer, die die Haare zusammenhält. Sie wurde wohl im zweiten Viertel des 1. Jahrhunderts n.Chr. in einer Bronzewerkstatt von hohem Niveau in Norditalien hergestellt. Die Position der Figur, mit einem leicht angehobenen Bein und nach vorne gestreckten Armen, erklärt sich damit, dass ursprünglich einige Attribute vorhanden waren, die es erlaubten, die Figur zu identifizieren. Der Fuβ stützte sich nämlich auf den Helm des Kriegsgottes Mars und der linke Arm hielt einen Schild, der auch vom angewinkelten Bein gestützt wurde, auf den mit der rechten Hand der Name und der Tatenbericht (Res Gestae) des Siegers eingraviert wurden (mit diesen Kennzeichen wurde die Göttin Victoria von den Römern dargestellt).

Capitolium

Der Tempel wurde im Jahr 73 n. Chr. von Vespasiano errichtet, wie eine teilweise wiederhergestellte Widmung auf dem Giebel beweist. Hierbei wurde zum Teil übernommen.

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